Wie
wär´s mit ´nem Mann und Kind/-ern?
Ist schon schön aber es kann auch recht anstrengend werden!
Als ich meinen Liebsten zum ersten Mal traf, druckste er mit
irgendetwas herum und ich dachte schon an eine schlimme Krankheit oder
sonst irgendetwas ,das mich davon abhalten könnte, mit diesem
interessanten Mann zusammen zu kommen.
Aber NEIN! Er dachte mit seinem „großen Geheimnis“, das er hatte,
könnte er nie jemanden „abbekommen“:... Es waren seine Kinder!
Nun kann ich nur für mich sprechen und ich weiß nicht, wie es
andere wahrnehmen. Für mich war das ein Glück .Denn ich hatte, nachdem
ich mich gegen ein Frau und für einen Mann im Leben entschieden habe,
gedacht: Nun muss ich auf Kinder wohl verzichten! Und eine Adoption kam
für mich rein finanziell nicht in Frage.
Da hatten sich also zwei gefunden.
Nun waren die Kinder schon etwas älter und so machte es umso mehr
Spaß, sie näher kennenzulernen (12/16). Wir haben auch so einige schöne
Urlaube zusammen verbracht. Und nachdem sie wahrgenommen hatten, dass
ich nicht nur am Wochenende und nur für eine kurze Zeit mit ihrem Papa
zusammen sein werde, folgten dann auch schon so einige
Geheimnisoffenbarungen, die man mit seinem Papa und seiner Mama nicht so
schnell bespricht.
Also
für alle eine Bereicherung für´s Leben!!!
Natürlich birgt so eine Konstellation auch einige besondere
Problemchen, die aber immer besprochen werden: In so einem „Konstrukt“
fühlt man sich – im Gegensatz zu einem Mann ohne Kinder - immer als der,
der an dritter Stelle steht .Da kann auch der Liebste noch so erzählen:
Man steht immer in der Wertigkeit hinter den Kindern! Das muss man
wissen ,wenn man sich mit einem schwulen Vater einlässt .Es sei denn,
man möchte gern das weitere Kind seines Partners werden (was wohl nicht
so erstrebenswert ist!) oder die Kinder sich erst einmal gegen einen
stellen (was meist nur eine Befürchtung ist, die sich später zum
besseren wenden kann).
Aber
man bekommt bei „so einem Schlag schwuler Mann“ auch etwas besonderes
mit in die Beziehung :
-Sie können so toll organisieren...
-Sie haben gelernt, jemanden zu umsorgen...
-Sie können mit Gejammer umgehen.
-Sie versuchen immer noch (ziemlich süß!) ganz taff zu sein.
-Sie versuchen besser, einen zu verstehen.
Und umgekehrt möchten Sie diese Dinge auch einmal erfahren und da
ist man als Partner gefragt...
Und falls jemand dies ließt und auch so „Einen“ zu hause hat,
kann man sich auch einmal darüber austauschen! Meistens gibt es einmal
im Monat mittwochs das schwule Väter-Treffen bei Hein & Fiete im
Pulverteich in Hamburg. Anschließend kehre ich dann mit dieser „Truppe“
zu einem Bierchen oder ähnlichem auf der Langen Reihe irgendwo ein...
Es gibt ja so viel über das man reden könnte...
Lieblichen Gruß
Christian
